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Schein-Realismus in unserer Gesellschaft

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Posted from 212.7.132.9 by Andreas on August 03, 2002 at 00:00:27:

Hallo!

Seit ca einer Woche schaue ich mir hier interessiert die Foren und dazugehörigen Seiten an, da ich fest daran glaube, das hinter unserem Leben noch mehr dahintersteckt, und da ich damals, als meine Bekannte fast gestorben wär schon Tage vorher an sie und den Tod gedacht hatte.
Weiter unten fragt sich eine Posterin, ob sie verrückt sei. Eine andere antwortetr darauf, das sie dann auch verrückt sein müsste. ABER ist es nicht so, daß, wenn man nach den "Realisten" da draußen geht, daß wir dann alle hier als verrückt zählen würden? In unserer Gesellschaft zählt doch NUR allein das Materielle, und die Seele sei ein Produkt des Gehirns; dementsprechend wäre mit dem Tod alles vorbei. "Wie bitte, Du behauptest außerhalb Deines Körpers gewesen zu sein und durch die Gegend geflogen zu sein?! Du bist ja verrückt!" Und ausgerechnet Leute, die diese Einstellung vertreten werden als Realisten bezeichet. Ich persönlich nenne solche Leute "vermeindliche Realisten" oder auch "Schein-Realisten". Stimmt ihr mir zu? Was sagt ihr allgemein zu meinem Posting?

vielen Dank schon mal für eure Antworten

Andreas




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Schein-Realismus in unserer Gesellschaft


Posted from 217.82.74.64 by Jesco on August 03, 2002 at 05:21:34:
In Reply to: Schein-Realismus in unserer Gesellschaft posted by Andreas on August 03, 2002 at 00:00:27:


Hallo Andreas,

als erstes muss gesagt werden, dass niemand verrückt ist!
Die Schöpfung schafft verschiedene Realitäten, damit Individuen reifen und erfahren können. Um so vielfältiger/verschiedener die Individualrealitäten einzelner sind, um so mehr kann auch erfahren und gelernt werden!

Die meisten so genannten „Realisten“ sind an der gesellschaftlichen bzw. wissenschaftlichen „Basisrealität“ orientiert, da ihr Verstand sich nur selten mit Grenzbereichen wie der Jenseitsforschung auseinandergesetzt und deshalb auch nicht annimmt. Allerdings gibt es in der Regel auch keinen Anlass für „Realisten“, sich tiefgründiger mit den Grenzwissenschaften auseinanderzusetzen, da sie oftmals nicht in dem erforderlichem Masse EMOTIONAL zum nachdenken angeregt werden.
(Banales Beispiel: z.B. durch Talkshows, welche das Thema rund ums Jenseits behandeln und vielleicht sogar wegen Zeitmangels und unzureichend und unkorrekt gebildeter „Jenseitstheorie-Überzeugter“ unglaubwürdig erscheinen.

Jedoch durch Verluste von engstehenden Personen, werden Menschen in der Regel intensiver dazu angetrieben, sich mit den geläufigen Fragen auseinanderzusetzen: WARUM ist es geschehen? Gib es ein LEBEN NACH DEM TOD? Usw............

Andreas, wenn wir nun Deine individuelle „Glaubensrealität“ bezüglich des Jenseits betrachten, so ist feststellbar, dass sie nicht gerade mit denen der „Realisten„ konform geht. Aber Deine Individualrealität, welche die der „Realisten“ für naiv hält, ist aus Deiner Realität gesehen richtig und ebenso gerechtfertigt! Nur solltest Du Dir bewusst sein, dass Du mit Deiner momentanen Einstellung sogar die Polaritäten, welche zwischen den Glaubensrealitäten erleben lässt, fördern könntest, indem Du Dich durch Emotionen dazu verleiten lassen würdest, Dich intensiver mit „Realisten“ auseinanderzusetzen. (hoffentlich nur gedanklich oder im verbalen Austausch *ggg*)
(Ist keine Kritik oder das Gegenteil, sondern eine Feststellung von mir :-)

Liebe Grüße,
Jesco


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sind wir nicht alle ein bißchen Gaga? ;-)))


Posted from 62.104.206.68 by Doro on August 03, 2002 at 09:29:27:
In Reply to: Schein-Realismus in unserer Gesellschaft posted by Andreas on August 03, 2002 at 00:00:27:


Hallo Andreas,

ich hoffe nicht, dass ich dich mit meinem Posting verunsichert habe.

Das Wort "real" wurde im 17. Jhd. aus dem spätlat.Wort "realis" - sachlich, wesentlich -entlehnt. Dies ist von dem Wort "res" - Sache, Ding - abgeleitet. Das sagt doch schon alles nur zu dem Wort real.
Davon mal abgesehen, dass Worte wesensbedingt einengend sind, so sagt das Wort verrückt doch erstmal nur aus, dass wir etwas von der Stelle rücken.
Was heißt schon ver-rückt. Ein ver-rückter Tisch ist ein Tisch, der nicht mehr auf dem Platz steht, auf dem er lange Zeit gestanden hat.
Ein verrückter Tag ist ein Tag, der nicht abläuft wie die anderen. Und eine ver-rückte Person ist ein Mensch, der nicht so funktioniert, wie es üblich ist.

Wir haben gelernt, uns mit der Welt, mit Menschen und Dingen auf eine eigene Weise in Beziehung zu setzen. Das tun wir aber nicht als einzelne, sondern wechselseitig mit anderen und dabei rücken wir uns allmählich unsere Welt zurecht. Wir ver-rücken dieses und jenes und dabei entwickelt jeder seine Verrücktheiten, mal mehr, mal weniger und zwar je nachdem, ob die vorgefundene Anordnung für uns paßt oder nicht.
Mir stellt sich dann die Frage, was ist eigentlich normal und was ist verrückt. Kommt ja immer auf die Sichtweise an. Das Verrücktsein, als das weggerückt sein, von dem was normal ist, finde ich nicht bedrohlich, es eröffnet ganz neue Horizonte und bedeutet Leben und deshalb sind wir ja hier. Ich kenne eine Menge Menschen, die nur noch atmen, damit man sie nicht aus Versehen beerdigt werden.
Vieles was in unserer Kultur als ver-rückt angesehen wird, ist in anderen Kulturen normal.
Ich finde es nur schwierig seine Verrücktheiten im "normalen" - realen (sachlichen) Alltag zu leben.
Im Zusammenhang mit meiner Arbeit habe ich eine Menge Psychiater und Therapeuten kennengelernt und ich muss sagen, ich fand sie verrückter, als alle Poster hier auf all diesen Seiten zusammengenommen. Sie merkten nichts.
Sie haben nicht mal im Ansatz darüber nachgedacht, dass es noch etwas geben könnte außerhalb ihres angelernten Wissens.
Und viele Menschen brauchen einfach auch ihre Verrücktheiten, um es ín dieser Realität aushalten zu können. Oder vielleicht auch um uns zu zeigen, was wir noch lernen können.

Was ich damit eigentlich sagen will, die Tatsache ver-rückt zu sein ist nicht so bedrohlich.. (Ausgeschlossen natürlich wirklich kranke Menschen, die Hilfe brauchen und wollen).
Für mich ist es bedrohlich, hier in unserer „Realität“ in eine Maschinerie zu geraten, in der du den Stempel – gestört oder krank – bekommst. Denn, wenn erst mal versucht wird, dich wieder zu normalisieren, dann hast du ein Problem. Und ich glaube die Grenzen sind hier eng gesetzt.
Vielleicht war mein Posting auch der Versuch, mal zu prüfen, wie viel Ver-rücktsein
in diesem Forum akzeptiert wird? Dank Janie fühl ich mich jetzt nicht mehr so allein (*grins*).Und da ich von den anderen nichts gehört habe, gehe ich davon aus, dass es allen hier so ähnlich geht.

Zitat: „Die Welt (Realität) gehört demjenigen, der nicht fühlt. Die wesentliche Vorbedingung, um ein praktischer Mensch zu sein, ist ein Mangel an Sensibilität.

Liebe Grüße
Doro


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Schein-Realismus in unserer Gesellschaft


Posted from 195.93.72.6 by Janie on August 03, 2002 at 11:33:23:
In Reply to: Schein-Realismus in unserer Gesellschaft posted by Andreas on August 03, 2002 at 00:00:27:


Hallo Andreas!
Ich kann mich nur den anderen beiden anschliessen: Was ist denn verrückt und was Normal?
Ich könnte Dir viele Beispiele nennen von sogenannten Realisten,die in meinen Augen absolut "verrückt"(im krankhaftem Sinne) sind.
Das beste Beispiel sind meine Eltern,beide totale Realisten."Seele,was ist das denn?" oder "wenn ich tot bin,bin ich tot" sind Ihre Aussagen.
Das ist aber nicht das einzige,während ich tagelang heule,weil es mir gerade nicht gut geh,ich aber meine Wut und Traurigkeit nicht unterdrücken will,werde ich als Heulsuse abgestempelt.Verrückt ebend.
Meine Eltern machen es so,dass Kummer und Leid mit Alkohol "runtergespült" wird,was also ist nun verrückter?
Das Verhalten,welches ich an den Tag lege,die als schwachsinnig und verrückt betitelt wird oder das meiner Eltern,die zur Flasche greifen?

Ich sage von mir selbst,dass ich ver-rückt bin,ich habe meine Denkmuster,meine Verhaltensweisen und Blockaden zur Seite gerückt,um nun einen klareren Blick zu bekommen für "andere" Realitäten.

Aber das ist natürlich alles Individiuell,JEDER Mensch ist anders und alles hat seinen Sinn.Für mich sind diese Realisten,die mich beschimpfen oder meiden,weil sie denken,ich hätt 'ne Macke,eine gute Übung,nämlich tolerant zu bleiben.Im Gegensatz zu denen gelingt mir das auch in den meisten Fällen :-).

Jeder Mensch spiegelt uns ja auch immer etwas wieder und ich habe auch von diesen Realisten vieles gelernt.Das gehört einfach zur Dualität und ich möchte auch betonen,dass kein Mensch besser oder schlechter ist,als ein anderer,wir sind halt nur verschieden.
Ich persönlich bin dadurch,dass ich mich mit all diesen Grenzwissenschaften beschäftige,ein glücklicherer und zufriedenerer Mensch geworden,toleranter,ehrlicher und selbstsicherer.Wir brauchen uns nicht hinter irgendwelchen Masken verbergen und uns selbst etwas vormachen,wir können das Leben geniessen,weil wir uns nicht ständig fürchten müssen vor dem Tod,etc.

Da ist es doch schön,ein bischen ver-rückt zu sein,oder? :-)

Liebe Grüsse
Janie


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Schein-Realismus in unserer Gesellschaft


Posted from 62.155.145.34 by Uta on August 03, 2002 at 20:24:48:
In Reply to: Schein-Realismus in unserer Gesellschaft posted by Andreas on August 03, 2002 at 00:00:27:


Lieber Andreas! Nach so vielen klugen Antworten, meine :
Seit ich mir erlaube verrückt zu sein, fühle ich mich zum ersten Mal im Leben " NORMAL"!
Alles Liebe, Uta!


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Schein-Realismus in unserer Gesellschaft


Posted from 217.227.139.147 by /// on August 05, 2002 at 13:42:29:
In Reply to: Schein-Realismus in unserer Gesellschaft posted by Andreas on August 03, 2002 at 00:00:27:


Hallo Andreas
alle Menschen sind normal oder auch verrückt. Der Unterschied liegt lediglich in der unterschiedlichen Interpretation des Erlebten. Ein "Verrückter" unserer Sorte interpretiert aussersinnliche Erlebnisse im entsprechenden Zusammenhang und der angebliche Realist, bezeichnet Bewahrung vor Schaden oder Hilfe von oben, eben als Glück.

Am ärmsten dran sind die sogenannten Realisten, denn sie sind es die ein sehr eingeengtes Wahrnehmungsspektrum haben. Sie wischen mit einer Handbewegung erlebte Tatsachen hinweg und bezeichnen jeden anderen Menschen der nicht über ihr eingeschränktes Wahrnehmungsvermögen verfügt eben als "verrückt" meinen damit aber: "bring mich nicht zum Nachdenken, ich möchte mein stagniertes Weltbild nicht verändern müssen".

Unter diesen Menschen finden sich oft die intelligentesten Köpfe, die aber nicht in der Lage sind flexibel zu denken, die sogenannten Fachidioten. Das größte soziale Ansehen geniesen nicht immer die wirklich guten Köpfe, sondern die Menschen die sich am besten und überzeugensten verkaufen können. Dazu gehört sich seiner Sache sehr sicher zu sein. Um sich seiner Sache sicher sein zu können, muß man eine feste und "unverrückbare" Meinung haben. Dies widerum schliest automatisch den "Augenzureflex" mit ein.

Realisten stehen unverrückbar an ihrem Platz und negieren die Tatsache der bewegenden Veränderung. Selbst die Statik weiß, daß es nichts bewegungsloses gibt. Der höchste in unseren Augen feststehende Turm, das höchsten Hochhausgebäude, alles ist in ständiger Bewegung. Der Realist glaubt nur was er sieht und glauben will. Das bedeutet zwangsläufig ein eingeschränktes Blickfeld zu haben und doch nutzt der Realist tagtäglich Dinge die er nicht sehen kann und nicht erklären kann. Er benutzt den Fernseher ohne je zu verstehen wie die Sache mit den Wellen oder der Kabelübertragung funktioniert.

Gäbe es nur das was er sehen, greifen, schmecken oder fühlen kann, dann gäbe es in der Welt des Realisten kein Telefon, keine Glühbirne, kein Fernseher, keinen Computer, kein Flugzeug usw. Alle diese Dinge wurden von Menschen erfunden die in der Lage waren über ihren Kirchturm hinauszusehen. Sie bekamen ihre Ideen meist über Intuitionen und griffen auch bewußt auf diese Methode zurück. Und trotzdem behauptet der Realist, daß für ihn nur Tatsachen existieren. Doch was sind Tatsachen, selbst wenn ich den nächsten Tag plane greife ich auf eine Fiktion zurück und nicht auf eine Tatsache.

Ergo: Wer seine Welt ausweiten möchte, wer neue Erfahrungen gewinnen möchte, wer in geistiger Bewegung bleiben möchte....sollte sich bemühen, NIEMALS ein Realist zu werden, denn dann ist sicher, daß er mit einem eingeschränkten Weltbild leben muß und keine Neuerungen erschaffen kann oder diese gar ertragen könnte.
freundliche Grüße "///"


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