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umgang mit dem tod, trauerarbeit und hilfe

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Posted from 217.224.18.89 by Sanni on October 13, 2002 at 16:33:44:

Hi ihr Lieben,
hab nur wenig in letzter Zeit hier im Forum beigetragen, bin aber mit Seth stark beansprucht *fg* und mit meiner Arbeit im Trauerforum. Letzteres ist auch der heutige Grund meines Postings:
Wie bringt man Menschen den Tod näher?
Wie können Sie akzeptieren, alle Gefühle durchleben: Trauer, Verzweiflung, Angst, Wut, Schuld...und letztendlich loslassen, solange Sie den Tod als etwas Endgültiges betrachten...als Abschied für immer?
Wie können Sie verstehen, wenn der tiefere Sinn hinter jedem Ereignis in Frage gestellt, der Plan an sich vollkommen ausgegrenzt wird?
Meine Hilfe im Trauerforum stösst in letzter Zeit immer häufiger an ihre Grenzen. Ich stehe an einer Weggabelung und weiss nicht, welche Richtung ich einschlagen soll.
Grundsätzlich mache ich jeder trauernden Mutter Mut den langwierigen und mühevollen Trauerprozess zu durchschreiten....ich versuche sie aufzufangen wenn Sie ein Tief aus der Bahn wirft und gebe einen Funken Hoffnung bzgl. der Unendlichkeit des Seins...(meistens in Form von Gedichten, Geschichten, eigener Erfahrung).
Jedem nach seiner eigenen Realität, religionsbezogen oder spirituell...z.Bsp.: unsere Kinder sind im Himmel vereint und spielen zusammen auf einer Wolke...schauen von dort aus ihren Mamis zu und wollen nicht, dass diese immer noch so viele Tränen um sie weinen...
Das mag für einige Leser hier vielleicht unverständlich oder naiv erscheinen, aber meine Arbeit ist auf die Bedürfnisse des einzelnen abgestimmt und es geht immer um die Wahrheit des Individuums. Um das Erkennen, dass mit dem Tode nicht alles endet und um den Zugang zur eigenen Spiritualität, wie auch immer diese aussehen mag.
Als ich mit der Unterstützung im Trauerforum angefangen habe, wusste ich noch nichts von meiner medialen Veranlagung und mittlerweile muss ich mich mit dieser inneren Diskrepanz täglich auseinandersetzen.
Wie helfe ich denen, die an gar nichts glauben?
Lasse ich Sie links liegen?
Vertraue ich darauf, dass Sie ihren Weg alleine finden werden?
Bin ich zu tief in Bereiche eingedrungen, die mir in irgendeiner Form als Wissen auch hinderlich sein können?
Was meint ihr?
Es ist eine schwierige Entscheidung für mich. Manche Mütter dort leiden seit Jahren, stecken in ihren Gefühlen fest und haben oft zusätzlich körperliche Symptome.
Vielleicht ist mein Altruismus an dieser Stelle nicht angebracht oder es geht um einen tieferen Sinn und es ist "nur" eine persönliche Entscheidung.
Ich habe schon darüber nachgedacht meine Energien in andere Bahnen zu lenken, mich aus dem Trauerforum dort ganz zurückzuziehen.
Aber ich beschäftige mich jetzt seit langer Zeit täglich mit dem Tod und ich würde das sehr vermissen, sollte das dann anders sein.
Auch auf der anderen Seite gibt es Persönlichkeiten, die in ihren Gefühlen feststecken, oder?
Und ich rede nicht nur von den "Rotäugigen" und den "Kalten" aus dem GG. Wieder eine Dualität: überall gibt es die "Verirrten", die den Weg aus den Augen verloren haben.
Möchte abschliessend noch etwas erzählen:
Habe mich in den letzten Wochen fast ausschliesslich mit der Theorie beschäftigt, WW, Gespräche mit Seth und körperbezogen Chakraarbeit und zum Ausgleich mein Tai Chi.
Erde mich jeden Tag, erlaube aber niemanden, ausser meinem Guide zu mir durchzudringen.
Vor einiger Zeit hatte ich Besuch. Ich schlief in meinem Bett und wie jede Nacht kamen in den frühen Morgenstunden meine Kinder zu mir ins Bett. Ich wachte also auf, hörte Schritte und ich dachte es wäre mein Sohn, der verzweifelt "Mama" rief... ich kam gar nicht auf die Idee, dass es nicht mein Sohn sein könnte, lächelte "das Kind" an und öffnete meine Bettdecke, dass er zu mir ins Bett komen kann zum Kuscheln... als er sich mühte ins Bett zu kommen wurde mir mit einem Schlag bewusst, dass es nicht mein Sohn sein konnte...er lag ja schon bei mir im Bett in der Mitte. Ich sagte zu diesem Kleinen ich bin nicht deine Mama...ich hab mich leider wieder einmal total erschreckt und somit sicher wieder falsch reagiert...ich hab diese kleine Seele wieder weggeschickt ohne ihm eien Funken Hoffnung geben zu können....
Vielleicht konnte ich euch mit meinem langen Text meine "Misere" etwas deutlich machen.
Ich helfe gerne den Anderen ihren eigenen Weg wiederzufinden, auch die jenseitige Seite macht mir kaum noch Angst. Aber ich bin unfähig den Bedürfnissen entsprechend zu handeln.
Ich stehe an der Weggabelung und weiss nicht mehr weiter.
Für jede Antwort bin ich sehr dankbar.
Alles Liebe Euch,
Sanni






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umgang mit dem tod, trauerarbeit und hilfe


Posted from 195.93.72.9 by Janie on October 13, 2002 at 22:41:09:
In Reply to: umgang mit dem tod, trauerarbeit und hilfe posted by Sanni on October 13, 2002 at 16:33:44:


Hallo Sanni!

>>Bin ich zu tief in Bereiche eingedrungen, die mir in irgendeiner Form als Wissen auch hinderlich sein können?

Ich verstehe,was Du meinst mit Deinen Worten.Es ist einfach unwahrscheinlich schwer,trauernden Menschen trost zu spenden.Und die obrige Frage kann man wohl teils mit Ja,teils mit Nein beantworten.Auf der einen Seite ist das Wissen,welches sich hier angesammelt hat,von grosser Bedeutung,es hilft,es tröstet und gibt Kraft,aber ebend nur für die,die "Glauben".Auf der anderen Seite ist es sehr schwer,sich mit diesem Wissen die Menschlichkeit,die Nächstenliebe zu bewahren,denn allzu oft und schnell heisst es dann: Du bist ja Gefühlskalt,hast Du gar kein Mitgefühl?

Ich verstehe Dich sehr gut und weiss ehrlich gesagt nicht,was ich Dir sagen kann,soll oder wie auch immer.
Es ist nicht leicht,die Mitte zu finden,einerseits trost zu spenden,andererseits aufzuklären,ohne dabei jemandem weh zu tun.

Es ist auch nicht leicht,alles mit dem Plan zu erklären,wobei es aber nun mal leider so ist:
Entweder eine Mutter lernt loszulassen oder Sie leidet Ihr ganzes Leben,es ist Plansache.
Mir persönlich hilft es,wenn ich mir sage: Du kannst nicht JEDEM helfen,es ist nicht unsere Aufgabe,JEDE Seele zu retten.Wir sind auch nur Menschen mit eigenem Leben und so schwer das auch ist,man muss sich einfach auch abgrenzen,akzeptieren,dass wir nicht ALLES tun können,um zu helfen.

Mache Dir keine Vorwürfe,besonders nicht wegen der Seele,die bei Dir war,es ist so,wie es ist und es ist gut so,wie es ist.
Und wie immer Du Dich entscheiden wirst,es ist gut so.Du folgst schliesslich auch Deinem eigenen Plan.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und liebe Grüsse
Janie


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(1785)


umgang mit dem tod, trauerarbeit und hilfe


Posted from 217.87.131.19 by Uta on October 14, 2002 at 10:28:27:
In Reply to: umgang mit dem tod, trauerarbeit und hilfe posted by Sanni on October 13, 2002 at 16:33:44:


Liebe Sanni! Ich verstehe deine Schwierigkeit sehr gut. Durch meine Arbeit( Kassische Homöopathin und Astrologin) bin ich paralell zu meiner Entwicklung hier im Ressort in letzter Zeit fast ausschließlich mit Patienten konfrontiert worden, deren Erkrankungsursache in nicht bewältigter Trauerarbeit liegt oder schwere Traumata erlitten haben. Anfangs habe ich wie du versucht, mich ihrem Niveau und Glaubensstand anzupassen und genau wie du, scheiterte ich regelmäßig bei denen die nicht glauben. Seit einigen Wochen bitte ich nun meinen Guide um Hilfe und den Guide der Patienten. In der Regel erhalte ich sehr kurze Infos darüber wo es bei denen hakt und was ich thematisieren sollte. Anfangs war ich mir gar nicht sicher, ob ich das Richtige sage....weil die Reaktionen sehr unterschiedlich waren. Doch es zeigte sich , dass dann bei diesen Leuten zumindest ein Denkprozess einsetzte. Sanni, es ist schwierig , diese Arbeit zu leisten und ich gebe dir recht, dass erweiterte Jenseitsbildung dabei keinesfalls immer! hilfreich ist. Ich denke , daß wir uns zwar selbst weiterbilden können, hilft zuerst einmal uns, doch so wenig wie ein Grundschullehrer seinen Schülern die höhere Mathematik beibringen kann, sowenig können wir mit den immer abstrakteren Wissensinhalten unseren Mitmenschen helfen. Meiner Meinung nach, ist eine Erkenntniss, sei sie nun religiöser oder philosofischer Art, nur soviel Wert wie sie die Möglichkeit beinhaltet ALLEN! Menschen Hilfe zu bieten. Und so müssen hier wohl jene berücksichtigt werden, die auf Grund ihres Bildungsstandes und ihrer Intelligenz einen erweiterten theoretischen Ansatz brauchen, als auch jene, die schlichter in ihrer Auffassung sind.
Für mich ist das gerade so wie für dich, eine ganz zentrale Frage. Wir können nicht jeden ins Ressort oder den Wegweiser schicken, weil ganz einfach immer noch wenige Zugang zum Internett haben und Seth kann ich auch nicht Frau Müller und Herrn Meier anbieten.
Natürlich schätze ich dieses enorme Wissen, dass hier angeboten wird( Nun jedenfalls den Teil den man erfahren darf) aber in der Praxis erweist es sich als zu schwierig vermittelbar. Was ich eigentlich immer mache, ist die Frage an meine Patienten ob sie wissen möchten wovon ich überzeugt bin, in der Regel möchten sie. Und ich achte sehr darauf meine Ansicht, als für sie "möglichen" Weg dar zu stellen. Ansonsten, gilt leider was Janie sagt, wir können nicht jedem Helfen zu verstehen, weil es eben ihr Plan ist. Aber da ich niemals weiß was der Plan meiner Patienten vorsieht werde ich es weiter wie bisher versuchen. So, liebe Sani, du siehst du bist nicht allein mit deinem Problem. Alles Liebe, Uta!


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(1802)


umgang mit dem tod, trauerarbeit und hilfe


Posted from 80.128.216.53 by Sanni on October 15, 2002 at 18:54:21:
In Reply to: umgang mit dem tod, trauerarbeit und hilfe posted by Sanni on October 13, 2002 at 16:33:44:


Herzlichen Dank euch beiden,

es tut schon gut zu sehen, dass man damit nicht alleine dasteht.
Wenn man sich selber so verändert, wie das bei mir momentan der Fall ist, dann muss sich auch im eigenen Umfeld einiges tun.
Ich werde weiter auf meine Gefühle achten und meinen Weg nicht verlassen.

Alles Liebe,

Sanni


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